Hormonrezeptor-positiver Brustkrebs: Studie zur Linderung vasomotorischer Symptome unter antihormoneller Therapie

Patientinnen mit Hormonrezeptor-positiver Brustkrebserkrankung erhalten nach der Operation eine antihormonelle (auch endokrin genannte) Therapie, um das Rückfallrisiko zu senken. Die auf diesem Weg erzielte Hormonblockade kann mit belastenden Nebenwirkungen einhergehen. Besonders häufig treten vasomotorische Symptome wie Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen auf, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und nicht selten zu einem vorzeitigen Therapieabbruch führen. Die Gabe von Hormonen zur Linderung dieser Beschwerden ist kontraindiziert, der klinische Bedarf an wirksamen, nicht-hormonellen Therapieoptionen entsprechend groß. 

Eine auf dem diesjährigen Amerikanischen Krebskongress vorgestellte Phase-III-Studie untersuchte zur Behandlung dieser vasomotorischen Beschwerden einen dualen Neurokinin-Rezeptor-Antagonisten. Eingeschlossen wurden 474 Frauen im Alter von 18 bis 70 Jahren, die zur Behandlung oder Prävention von Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs eine endokrine Therapie erhielten und darunter mittelschwere bis schwere vasomotorische Beschwerden wie Hitzewallungen entwickelten. 

Die Ergebnisse der Studie zeigen eine signifikante Reduktion der Häufigkeit und Intensität von Hitzewallungen im Vergleich zu Placebo – bereits nach vier Wochen war eine deutliche Besserung erkennbar, die auch nach zwölf Wochen anhielt.  

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen war in beiden Gruppen ähnlich; die meisten Ereignisse waren leicht oder mäßig ausgeprägt. 

Hinweis: Diese Information gibt lediglich einen Überblick zu aktuellen Studiendaten und ersetzt keinesfalls eine ärztliche Beratung.

Quellen 

[1] Cardoso F et al. ASCO Annual Meeting 2025, Abstract 508
[2] Cardoso F et al. Elinzanetant for Vasomotor Symptoms from Endocrine Therapy for Breast Cancer. N Engl J Med 2025; 393:753-763

 

(red)

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Zuletzt aufgerufen am: 07.12.2025 20:26