Nährstoffzufuhr bei Darmkrebs: Vitamine
Vitamine können im menschlichen Körper nicht oder nicht in ausreichender Menge selbst hergestellt werden. Somit sind wir auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. „Vita“ bedeutet „Leben“. Wir benötigen Vitamine für alle lebensnotwendigen Prozesse im Körper. Vitamine sind für alle lebensnotwendigen Prozesse im Körper erforderlich. Bestimmte Vitamine besitzen darüber hinaus eine antioxidative Wirkung, beispielsweise Vitamin C.
Bei einem Teil der Darm operierten Patient*innen ist eine unzureichende Bedarfsdeckung von Nährstoffen erkennbar, die normalerweise über eine intakte Darmschleimhaut aufgenommen werden. Eine besondere Rolle für Darmkrebspatient*innen spielen Folsäure und Vitamin B12. Folsäure wird vorwiegend im vorderen Teil des Dünndarms aufgenommen. Vitamin B12 hingegen wird normalerweise im letzten Abschnitt des Dünndarms als Komplex mit dem sogenannten Intrinsic Factor aufgenommen. Wird dieser Darmabschnitt entfernt oder ist er durch chronische Erkrankungen geschädigt, kann die Aufnahme von Vitamin B12 erheblich beeinträchtigt sein, was zu einem Mangel führen kann. Auch eine teilweise Entfernung des Magens kann zu einem Vitamin B12-Mangel führen, da der Intrinsic Factor im Magen gebildet wird.
Vitamin B12 wird überwiegend in der Leber gespeichert. Die körpereigenen Speicher reichen in der Regel für 3-5 Jahre aus. Daher kann es mehrere Jahre dauern, bis sich sichtbare Symptome eines Vitamin-B12-Mangels entwickeln.
Fachliche Beratung
Elisabeth Gutzmann
Ernährungsberaterin / Diätassistentin
Zuletzt aufgerufen am: 23.01.2026 17:04