Bösartige Tumoren des Magens, auch Magenkrebs oder Magenkarzinom genannt, entwickeln sich meist in der Magenschleimhaut. Sie gehen zu 95 Prozent vom Drüsengewebe aus. Man spricht daher auch von Adenokarzinomen.
Pro Jahr erkranken in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts etwa 17.000 Personen an Magenkrebs, davon rund 9.200 Männer. Unter Männern stellt Magenkrebs die sechsthäufigste Tumorerkrankung dar, unter Frauen die achthäufigste.
Die Therapielandschaft des Magenkarzinoms befindet sich im steten Wandel. Im Expertendialog beleuchten PD Dr. Yvonne Huber und Prof. Dr. Markus Möhler Therapiefortschritte in der Neoadjuvanz und in der palliativen Situation anhand von aktuellen Studiendaten. Zudem geben die Expert:innen einen Einblick in die aktualisierte S3-Leitlinie und ordnen die neuen Erkenntnisse praktisch ein.
Prof. Roderburg, Prof. Weigand, Prof. Michl im Interview – Praxiswochen 2025
Die drei Expert*innen erläutern, wie verschiedene Immuntherapie-Optionen in der Behandlung von GI-Tumoren eingesetzt werden. Dabei bespricht Prof. Roderburg das Magenkarzinom, Prof. Weigand cholangiozelluläre Karzinome und Prof. Michl Kolorektal-Krebs. Die Expert*innen gehen auf Therapieschemata, Verträglichkeit und aktuelle Neuzulassungen ein.
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Uwe Martens (Heilbronn) im Interview – DKK 2026
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Martens erläutert die Bedeutung von Biomarkern in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Magenkarzinoms. Er erklärt, welche Biomarker bei Therapiebeginn des HER2-negativen Magenkarzinoms bestimmt werden sollen, nach welchen Kriterien die Therapieentscheidung getroffen wird und wie das Nebenwirkungsmanagement, insbesondere bei Übelkeit und Erbrechen gelingt.
Folge 30 | Podcast mit Dr. Gertraud Stocker und Prof. Dr. Markus Möhler
Die NIS-INGA-Studie untersuchte den Einsatz der Immuntherapie in der klinischen Praxis. Im Podcast werden die Ergebnisse der Studie besprochen, sowie die Bedeutung von Real-World Daten und der Einsatz weiterer Checkpoint-Inhibitoren diskutiert. Zudem werden Themen wie Oligometastasierung, Biomarker-Testung und aktuell laufende Studien behandelt.
Prof. Dr. Sylvie Lorenzen (München) im Interview – DKK 2026
In der Therapie des Magenkarzinoms gewinnen Biomarker wie MSI, HER-2, Claudin 18.2 oder PD-L1 immer mehr an Bedeutung. Die Expertin erläutert die wichtigsten Entwicklungen dieser Biomarker-basiertenBehandlungsformen, fasst relevante Studien zusammen und führt an, wo mit neuen Zulassungen zu rechnen ist.
Folge 29 | Podcast mit Dr. Thomas Ettrich und Prof. Dr. Christoph Roderburg
Die zwei GI-Onkologen besprechen Studien-Highlights zu HCC und GEA: 4-Jahresdaten bestätigen die gute Wirksamkeit der Immuntherapie im unresezierbaren Leberzellkarzinom. Eine Untersuchung zur neoadjuvanten Checkpoint-Inhibition im HCC zeigte dagegen negative Ergebnisse. In der Behandlung des HER2-positiven Adenokarzinoms des Magens erwies sich eine Dreifachkombination als vielversprechend.
Dr. Kathrin Heinrich (München) im Interview – AIO 2025
Anlässlich des Herbstkongresses der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) bespricht Dr. Heinrich aktuelle Studienergebnisse zur Therapie von Magen- und Ösophaguskarzinomen. Dabei ordnet die Expertin die richtungsweisenden Ergebnisse der MATTERHORN-Studie und SKYSCRAPER-07-Studie praktisch ein. Zudem steht die finale Analyse der FORTITUDE-101-Studie im Fokus ihrer Diskussion.
Prof. Dr. Sylvie Lorenzen (München) im Interview – ESMO 2025
Am Rande desESMO-Kongresses2025 bespricht Prof. Lorenzen aktuelle Studiendaten zur Therapie von gastralen (GC) und gastroösophagealen (GEJC) Karzinomen. So gibt es praxisverändernde Fortschritte in der Behandlung des lokal fortgeschrittenen GC/GEJC.Im metastasierten Stadium stehen neue Substanzen wie z.B. ein HER2-gerichteter bispezifischer Antikörper im Fokus. Auch in der Last-Line-Therapie gibt es wichtige Erkenntnisse.
Prof. Dr. Florian Lordick (Leipzig) im Interview – ESMO 2025
Der Experte diskutiert neue Daten zur perioperativen Behandlung des Magenkarzinoms (MATTERHORN-Studie), bespricht die Ergebnisse der SKYSCRAPER-07-Studie zur Therapie des Speiseröhrenkarzinoms und beleuchtet vielversprechende Erkenntnisse zur KRAS-Inhibition beim Pankreaskarzinom.
Folge 19 | Podcast mit Prof Dr. Sylvie Lorenzen und Prof. Dr. Markus Möhler
In dieser OnkoImpuls-Folge beleuchten wir aktuelle Therapieoptionen beim Magenkarzinom. Prof Lorenzen und Prof. Möhler tauschen sich zur neuen S3-Leitlinie aus, besprechen Real-World-Daten zur Immuntherapie und diskutieren den PD-L1-CPS-Wert. Zudem rufen sie zur Teilnahme an klinischen Studien auf.
PD Dr. Peter Thuss-Patience im Interview - AIO 2024
Der Onkologe berichtet anlässlich des AIO 2024 über neue Optionen in der perioperativen und palliativen Therapie beim Ösophagus- und Magenkarzinom. FLOT ist in der perioperativen Situation erstmal ein Standard. Auch für die Zukunft ist noch einiges zu erwarten.
Dr. Kathrin Heinrich (München) im Patienteninterview – AIO 2025
Am Rande des Herbstkongresses der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) bespricht Dr. Heinrich die Rolle der Biomarker-Testung bei der Therapie des fortgeschrittenen Magenkrebses. In Abhängigkeit vom Testergebnis stehen unterschiedliche personalisierte Therapieansätze zur Verfügung, die die langfristigen Überlebenschancen im metastasierten Stadium verbessern können.
Ergebnisse der HERIZON-GEA-01-Studie – ASCO-GI 2026
In der Phase-III-Studie HERIZON-GEA-01 konnte mit einem HER2-gerichteten bispezifischen Antikörper in Kombination mit einem PD-1-Inhibitor und Chemotherapie erstmals in einer Phase-III-Studie bei lokal fortgeschrittenem nicht resektablem oder metastasierten Adenokarzinom des Magens oder Ösophagus (GEA) ein medianes PFS von über 1 Jahr und ein medianes OS von über 2 Jahren erreicht werden.
Ergebnisse aus Kohorte 4 der ILUSTRO-Studie – ASCO-GI 2026
Auf dem ASCO-GI wurden die Ergebnisse aus Kohorte 4 der ILUSTRO-Studie zur dualen Claudin18.2- und PD-1-Therapie bei HER2−, CLDN18.2+ Patient:innen mit lokal fortgeschrittenen, inoperablen oder metastasierten Adenokarzinomen des Magens oder gastroösophagealen Übergangs (GEJ) präsentiert.
Die Phase-3-Studie MATTERHORN analysierte die Hinzunahme eines Checkpoint-Inhibitors zur peri-operativen Chemotherapie bei resektablem Magen- und Adenokarzinom des gastroösophagealen Übergangs. Die finalen OS- und EFS-Ergebnisse wurden nun auf dem ESMO vorgestellt und zeigen signifikante Verbesserungen durch die Immuntherapie.
Nach längerem Follow-Up wurden auf dem Europäischen Krebskongress neue Daten der FORTITUDE-101-Studie vorgestellt. Ein FGFR2b-Antikörper in Kombination mit Chemotherapie verlängerte das Überleben in einer ersten Analyse signifikant, dieser Effekt schwächte sich nach längerer Beobachtung allerdings ab.
Ergebnisse der RENAISSANCE-Studie – ASCO Annual Meeting 2024
Die RENAISSANCE-Studie hat ihren primären Endpunkt OS verfehlt. Darin waren Patientinnen und Patienten mit Karzinom des Magens bzw. ösophagogastralen Übergangs und limitierter Metastasierung nach vier Zyklen FLOT entweder operiert worden oder hatten weiter eine Chemotherapie erhalten.
Abschließende OS-Analyse für KEYNOTE-811-Studie – ESMO 2024
Die KEYNOTE-811-Studie untersuchte die Wirksamkeit eines PD-1-Inhibitors als möglichen Zusatz zur Standard-Therapie bei metastasiertem HER2+ Magenkrebs. Nach vielversprechenden Daten zum progressionsfreien Überleben in früheren Analysen wurde auf dem ESMO 2024 nun die abschließende Analyse des Gesamtüberlebens vorgestellt.
Auf dem ESMO 2024 wurden die Ergebnisse der TOPGEAR-Studie vorgestellt: Patient*innen mit resektablem Magenkrebs, die eine perioperative Chemotherapie erhielten, zeigten darin keinen Überlebensvorteil durch eine zusätzliche, präoperative Chemoradiotherapie.
Wenn vor und nach der Operation bei Magenkrebs eine Chemotherapie durchgeführt wird, lohnt es offenbar, noch einen Immuntherapie mit einem bestimmten PD-L1-Blocker anzuschließen.