Der Europäische Lungenkrebskongress (European Lung Cancer Congress, ELCC) ist eine gemeinsame Initiative der wichtigstenmultidisziplinären Fachgesellschaften, die Spezialistinnen und Spezialisten der thorakalen Onkologie vertreten. Gemeinsam arbeiten sie daran, die Wissenschaft voranzubringen, Fortbildung zu fördern und die Praxis von Lungenkrebsexpert*innen weltweit zu verbessern.
Medizinische Onkolog*innen, Radioonkolog*innen, Thoraxchirurg*innen, Pneumolog*innen / Atemwegsmediziner*innen, interventionelle Radiolog*innen und Patholog*innen profitieren gleichermaßen von dem umfassenden und anregenden Programm.
Europäische Lungenkrebskongress (ELCC)
25. – 28.März 2026 | Kopenhagen, Dänemark
Expertinnen und Experten der thorakalen Onkologie treffen sich vom 25.03.- 28.03.2026 zum wissenschaftlichen Austausch auf dem ELCC in Kopenhagen.
Das ONKO-INTERNETPORTAL berichtet hier über die aktuellen Studienund Themen, über die auf dem ELCC 2026 diskutiert werden.
Prof. Dr. Oliver Gautschi-Bachofer (Luzern)im Interview – ELCC 2026
Anlässlich des Europäischen Lungenkrebskongresses präsentiert Prof. Gautschi-Bachofer neue Wirkstoffe zur Behandlung des fusionspositiven NSCLC,bspw. einen innovativen ALK-Inhibitor. Zudem bespricht der Experte die Rolle von ADCs beim EGFR-mutierten NSCLCund einen oralen Tyrosinkinase-Inhibitor beim HER2-positiven NSCLC. Auch beim Einsatz von KRAS-Inhibitoren gibt es spannende Entwicklungen.
Prof. Dr. Daniel Thrun (Aachen) im Interview – ELCC 2026
Neue KI-Modelle eröffnen der Onkologie zusätzliche Möglichkeiten. Der Experte erläutert, wie agentenbasierte Systemezukünftig die Versorgung von Betroffenen mit Lungenkrebs verändern könnten. Dabei betont er auch die technischen Herausforderungen und die Bedeutung überprüfbarer Quellen für den klinischen Alltag.
Prof. Dr. Isabelle Schmitt-Opitz (Zürich) im Interview – ELCC 2026
Die Lokaltherapie gewinnt beim oligometastasierten nicht‑kleinzelligen Lungenkarzinom zunehmend an Bedeutung. Die Expertin erläutert, welche Kriterien bei der Auswahl geeigneter Patient*innen eine Rolle spielen, welche Studien aktuell wichtige Impulse geben könnten und warum minimalinvasive chirurgische Verfahren im Stadium IV besonders relevant sind.
PD Dr. Andreas Rimner (Freiburg) im Interview – ELCC 2026
Die Therapieansätze beim nicht‑kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) entwickeln sich rasant weiter. Der Experte bespricht aktuelle Studiendaten zum Frühstadium (ASTEROID) und zum fortgeschrittenen Stadium (NorthStar, Beamion‑LUNG‑1) und erläutert, welche Impulse daraus für die klinische Praxis entstehen können.
Prof. Dr. Oliver Gautschi-Bachofer (Luzern)im Patienteninterview – ELCC 2026
Vor der Therapiewahlist eine präziseDiagnosestellungentscheidend. Wie diese bei Lungenkrebspatient*innen genau abläuft und wie Patient*innen nach der Diagnose eine optimale Therapieerhalten, erklärt Prof. Gautschi-Bachofer ausführlich im Interview. Zudem präsentiertder Experte neue Therapiemöglichkeitenfür Lungenkrebspatient*innen bei Vorliegen von genetischen Veränderungen, wie bspw. Mutationen im ALK-Gen.
Prof. Dr. Daniel Thrun (Aachen) im Interview – ELCC 2026
Anlässlich des Europäischen Lungenkrebskongresses 2026 in Kopenhagen erklärt der Experte, wie neue Sprachmodelle künftig in der Behandlung von Lungenkrebs sowie in der Arzt‑/Ärztin‑Patient*innen‑Kommunikation eingesetzt werden könnten. Entscheidend ist dabei, dass diese Systeme auf verlässlichen Datenquellen beruhen.
PD. Dr. Andreas Rimner (Freiburg) im Interview – ELCC 2026
Der Radioonkologe erläutert die Ergebnisse der Studie NorthStar, in der gezeigt wurde, dass die zielgerichtete Therapie mit dem oralen Medikament Osimertinib kombiniert mit lokaler Therapie, wie Operation oder Bestrahlung, bei EGFR-mutierten Lungenkarzinomen wirksam ist. Hierzu wurde auf dem ELCC 2026 eine weitere Analyse präsentiert.
Prof. Dr. Isabelle Schmitt-Opitz (Zürich) im Interview – ELCC 2026
Obwohl die medikamentöse Therapie bei Lungenkrebs im metastasierten Stadium im Mittelpunkt steht, kann in einem gering metastasierten, sogenannten oligometastasierten Stadium mit maximal fünf Metastasen eine Operation eine Option sein. Voraussetzung dafür ist unter anderem ein guter Allgemeinzustand der Betroffenen.