Der jährlich stattfindende Kongress der European Society of Gynaecological Oncology (ESGO) bietet Fachleuten der gynäkologischen Onkologie eine einzigartige Gelegenheit, sich über die neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Entwicklungen in der Forschung, Behandlung und Versorgung gynäkologischer Krebserkrankungen zu informieren und auszutauschen. Zudem ermöglicht er wertvolle Kontakte zu führenden Expertinnen und Experten sowie Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt.
ESGO 2026 – Europas führender Kongress zur gynäkologischen Onkologie
Zum 27. jährlichen Kongress der ESGO, dem größten europäischen Kongress zu gynäkologischen Krebserkrankungen, unter der Leitung der ESGO-Präsidentin Prof. Anna Fagotti, (Rom/Italien) werden in diesem Jahr über 3.000 Teilnehmer*innen erwartet.
Wir begleiten den Kongress für Sie und präsentieren Ihnen die wichtigsten Erkenntnisse und Entwicklungen in Interviews mit führenden internationalen Expert*innen.
Prof. Dr. Philipp Harter (Essen) im Interview – ESGO 2026
Der Experte bespricht neue Erkenntnisse zur operativen Therapie des Ovarialkarzinoms. Die KORE-Studie zeigte vielversprechende Ergebnisse für ein intensives, präoperatives Fitness-Programm. Real-World-Untersuchungen beschäftigten sich mit der Effektivität der Rezidiv-OP; in der Systemtherapie gab es Updates zu den Studien KEYNOTE-B96 und ROSELLA.
Prof. Dr. Beyhan Ataseven (Ostwestfalen-Lippe) im Interview – ESGO 2026
Die Expertin erläutert die PORTEC-4a-Studie, die eine Anpassung der Strahlentherapie an das individuelle Biomarker-Profilder Patientinnen untersuchte. Weiterhin bespricht Prof. Ataseven den Stellenwert des Gradings bei Mismatch-Reparatur-Defizienz, sowie eine Post-hoc-Analyse der RUBY-Studie. Zuletzt gibt die Expertin einen Ausblick zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs).
Prof. Dr. Viola Heinzelmann-Schwarz (Basel) im Interview – ESGO 2026
Prof. Dr. Heinzelmann-Schwarzwar Scientific Programme Chairdes Kongresses und gibt im Interview einen Überblick über aktuelle Themen und Entwicklungen. Außerdem bespricht die Expertin zwei wichtige Studien zur Therapie des platinresistenten Ovarialkarzinoms und fasst Änderungen in den neu vorgestellten ESGO-Guidelines zum Eierstockkrebs zusammen.
Prof. Dr. Beyhan Ataseven (Ostwestfalen-Lippe) im Interview – ESGO 2026
Das Verständnis desEndometriumkarzinoms (Gebärmutterkörperkrebs) sei in den letzten Jahren wesentlich besser geworden, so Prof. Ataseven im Interview. Eine genauere Charakterisierung der Tumore durch sogenannte Biomarker kann mittlerweile die Therapie verändern und Heilungschancen vorhersagen. Die Expertin erklärt hierzu aktuelle Studien und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Prof. Dr. Philipp Harter (Essen) im Interview – ESGO 2026
Die Operation zur Entfernung eines Ovarialkarzinoms stellt für Patientinnen eine enorme Belastung dar, die der Experte mit einem Marathonlauf vergleicht. Die KORE-Studie untersuchte nun, ob ein intensives prä-operatives Programm Patientinnen besser auf die OP vorbereiten und die Erholungsphase verkürzen kann.
Prof. Dr. Viola Heinzelmann-Schwarz (Basel) im Interview – ESGO 2026
Die Beteiligung der Patientinnen spielte auf dem ESGO-Kongress eine wichtige Rolle. Prof. Heinzelmann-Schwarz zieht hier ein Resümee und beschreibt, wie gute Kommunikation zwischen Betroffenen und Ärzt*innen gelingen kann. Außerdem geht die Expertin auf langfristige Nebenwirkungen und ihre Auswirkungen für Überlebende ein.
Ergebnisse einer Post-hoc-Analyse der RUBY-Studie – ESGO 2026
In der RUBY-Studie wurde ein Überlebensvorteil für die Erstlinien-Chemoimmuntherapiedes EC gezeigt. Eine aktuelle Post-hoc-Analyse untersuchte, ob diese OS-Verlängerung durch nachfolgende Immun- oder Chemotherapie beeinflusst wird.
Fachberatung: Prof. Dr. Beyhan Ataseven (Ostwestfalen-Lippe)
Die PORTEC-4a-Studieuntersuchte eine Molekularprofil-basierte adjuvante Therapiebei Gebärmutterkrebs. Eine auf dem ESGO präsentierte Analyse wertete nun aus, ob Lymphgefäßeinbrüche (LVSI) einen prognostischen Stellenwertin dieser Patientinnen-Kohorte haben.
Fachberatung: Prof. Dr. Beyhan Ataseven (Ostwestfalen-Lippe)
Ergebnisse einer gepoolten PORTEC-Analyse– ESGO 2026
Eine große Analyse aus PORTEC-1, PORTEC-2, PORTEC-3, sowie fünf klinischen Kohorten untersuchte, ob das FIGO-Grading innerhalb der molekularen Subgruppe der mismatch-repair-defizienten Tumore einen prognostischen Stellenwert besitzt.
Fachberatung: Prof. Dr. Beyhan Ataseven (Ostwestfalen-Lippe)