Multidisziplinärer Kongress mit Fokus auf Erkrankungen und Therapien
Beim ESMO-Kongress handelt es sich um den größten europäischen indikationsübergreifenden Krebskongress, zu dem die European Society for Medical Oncology (ESMO) jährlich im Herbst einlädt. ESMO ist eine in der Schweiz registrierte Non-Profit-Organisation. Der ESMO-Kongress zählt zu den wichtigsten fachübergreifenden Krebskongressen in Europa und weltweit.
Die zentrale Aufgabe der ESMO liegt in der Qualitätsverbesserung der Krebsbehandlung, Krebsprävention und Krebsdiagnose sowie der Palliativmedizin und Nachsorge von Krebsbetroffenen. Medizinisches Fachpublikum, Krebspatientinnen und -patienten, sowie die breite Öffentlichkeit sollen über Best Practices und die neuesten Fortschritte und Entwicklungen im Bereich der Krebsmedizin auf dem Laufenden gehalten werden.
ESMO 2025 – Europäischer Krebskongress – Berlin
Gemeinsam die Zukunft der Onkologie gestalten
Vom 17. bis 21. Oktober 2025 fand erstmals in Berlin die Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) statt, auf der führende Onkolog*innen, Wissenschaftler*innen, Patientenvertreter*innen und Branchenexpert*innen aus aller Welt zusammentrafen. International anerkannte Expert*innen berieten darüber, wie die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krebs verbessert werden können.
Wissenschaftlich wurde der Kongress von diesem Team geleitet:
Kongresspräsident: Fabrice André (Villejuif, Frankreich)
Wissenschaftliche Co-Chairs Myriam Chalabi (Amsterdam, Niederlande) Toni Choueiri (Boston, MA, USA)
Der Experte bespricht Daten der ELEANOR-Studie, die auf dem ESMO 2025 vorgestellt wurden. Die Studie untersuchte Therapieadhärenz, krankheitsfreies Überleben und Nebenwirkungsmanagement bei extendierter adjuvanter Behandlung des HER2+-Brustkrebs. Prof. Bartsch stellt die Studie vor, erläutert Rationale und Hintergrund, und ordnet die neuen Erkenntnisse ein.
Immunonkologische Behandlungen haben die Therapielandschaft des fortgeschrittenen Endometrium- und Zervixkarzinoms bereichert. Frau Prof. Bahriye Aktas berichtet von Aspekten immuntherapeutischer Behandlungen und deren Relevanz im gynäko-onkologischen Klinikalltag. Dabei geht sie auch auf Studiendaten ein.
Folge 26 | Podcast mit Prof. Dr. Viktor Grünwald und Prof. Dr. Dirk Schadendorf
Auf dem Europäischen Krebskongress 2025 wurde interessante Daten zur Therapie des Melanoms und des Blasenkarzinoms präsentiert. Prof. Grünwald und Prof. Schadendorf stellen die wichtigsten Studien und Ergebnisse vor, wobei die adjuvante Immuntherapie im Fokus steht. Die Experten erörtern, welche Auswirkungen auf die Behandlungspraxis zu erwarten sind und welche neuen Therapiekonzepte es gibt.
Prof. Dr. Dirk Schadendorf (Essen) im Interview – ESMO 2025
Der Experte gibt einen Einblick in die neuesten Erkenntnisse vom Europäischen Krebskongress 2025. Im Fokus stehen aktuelle Studienupdates zur adjuvanten und neoadjuvantenMelanom-Therapie, die Ergebnisse der CHOPIN-Studie beim Uveamelanom sowie die Daten der STAMP-Studie zur adjuvanten Therapie des Merkelzellkarzinoms.
Prof. Dr. Jens Bedke (Stuttgart) im Interview – ESMO 2025
Der Experte berichtet über wichtige Fortschritte beim muskelinvasiven Harnblasenkarzinom. Im Mittelpunkt steht die Phase-III-Studie KEYNOTE-905/EV-303, die zeigt, dass eine perioperative Therapie mit einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat plus Immuncheckpoint-Inhibitor im Vergleich zur alleinigen Zystektomie das ereignisfreie Überleben und das Gesamtüberleben bei Cisplatin-ungeeigneten Patient*innen signifikant verbessert.
Prof. Dr. Florian Lordick (Leipzig) im Interview – ESMO 2025
Der Experte berichtet beim diesjährigen Europäischen Krebskongress über die Fortschritte in der Therapie des Analkarzinoms. Er spricht über Herausforderungen, hebt die Bedeutung der HPV-Impfung hervor und erläutert die Ergebnisse der Phase-III-Studie POD1UM-303, die einen neuen Therapiestandard für die Behandlung des metastasierten Analkarzinoms etablieren könnte.
Prof. Dr. Sven Mahner (München) im Interview – ESMO 2025
Anlässlich des ESMO 2025 gibt der Experte einen Überblick über Entwicklungen in der Therapie des Ovarialkarzinoms. Prof. Mahner bespricht Antibody-Drug-Konjugate (ADCs) und molekulare Therapieoptionen, das Nebenwirkungsmanagement und warum klinische Studien und interdisziplinäre Zentren essenziell für eine gute Behandlung sind.
Prof. Dr. Jens Bedke (Stuttgart) im Interview – ESMO 2025
Auf dem Europäischen Krebskongress wurden neue Daten zur Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms vorgestellt. Prof. Bedke gibt einen Überblick und konzentriert sich insbesondere auf die Chancen neuer Kombinationstherapien mit einem HIF-2α-Inhibitor.
Prof. Dr. Sylvie Lorenzen (München) im Interview – ESMO 2025
Am Rande desESMO-Kongresses2025 bespricht Prof. Lorenzen aktuelle Studiendaten zur Therapie von gastralen (GC) und gastroösophagealen (GEJC) Karzinomen. So gibt es praxisverändernde Fortschritte in der Behandlung des lokal fortgeschrittenen GC/GEJC.Im metastasierten Stadium stehen neue Substanzen wie z.B. ein HER2-gerichteter bispezifischer Antikörper im Fokus. Auch in der Last-Line-Therapie gibt es wichtige Erkenntnisse.
Prof. Dr. Florian Lordick (Leipzig) im Interview – ESMO 2025
Der Experte diskutiert neue Daten zur perioperativen Behandlung des Magenkarzinoms (MATTERHORN-Studie), bespricht die Ergebnisse der SKYSCRAPER-07-Studie zur Therapie des Speiseröhrenkarzinoms und beleuchtet vielversprechende Erkenntnisse zur KRAS-Inhibition beim Pankreaskarzinom.
Prof. Dr. Rachel Würstlein (München) im Interview – ESMO 2025
Der diesjährige Europäische Krebskongress brachte neue Studiendaten zur Brustkrebs-Therapie. Prof Würstlein bespricht im Interview die Ergebnisse der monarchE- und NATALEE-Studien zu adjuvanten CDK4/6-Inhibitoren. Zudem erörtert die Expertin Daten zur Therapiepause wegen Schwangerschaft (POSITIVE-Studie) und die Heilungschancen bei primär metastasiertem Mammakarzinom.
Frau Prof. Bahriye Aktas spricht im Statement über die Bedeutung der Entwicklungen bei Diagnostik und Therapie des Endometriumkarzinoms für die Prognose, Risikoeinschätzung und Therapieplanung.
Der Experte bespricht anlässlich des Europäischen Krebskongresses die Ergebnisse einer wichtigen klinischen Studie zum Blasenkrebs. Für Betroffene, die vor der Operation keine Chemotherapie erhalten können, wurde hier eine Medikamenten-Kombination aus einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat und einer Immuntherapie als Alternative untersucht.
Prof. Dr. Sven Mahner (München) im Interview – ESMO 2025
Im Interview bespricht der Experte, wie klinische Forschung die Prognose von Patientinnen mit Ovarialkarzinom verbessert. Prof. Mahner gibt einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen und neuen Wirkstoffen. Zudem erörtert er das Nebenwirkungsmanagement und wie Patientinnen, Pflege und Behandler hier effektiv zusammenarbeiten können.
Prof. Dr. Florian Lordick (Leipzig) im Interview – ESMO 2025
Der Experte berichtet über wichtige Studienergebnisse vom diesjährigen Europäischen Krebskongress. Beim Magenkarzinom konnte eine Immuntherapie zusätzlich zur Chemotherapie die Überlebenschancen verbessern. Beim Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigen erste Untersuchungen mit sogenannten KRAS-Inhibitoren, dass Patient*innen mit bestimmten genetischen Veränderungen gut darauf ansprechen.
Prof. Dr. Rachel Würstlein (München) im Interview – ESMO 2025
Prof Würstlein berichtet von einer spannenden Studie, die auf dem Europäischen Krebskongress vorgestellt wurde. Darin wurde untersucht, ob Patientinnen nach einer Brustkrebserkrankung die antihormonelle Therapie gefahrlos pausieren können, um eine Schwangerschaft zu ermöglichen.
Die Phase-3-Studie SKYSCRAPER-07 untersuchte die Hinzunahme einer Immuntherapie nach Chemoradiotherapie beim lokal fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinom des Ösophagus. Auf dem Europäischen Krebskongress wurden die Ergebnisse zur Kombinations- und Einzeltherapie mit zwei Checkpoint-Inhibitoren im Vergleich zu Placebo vorgestellt.
Die Phase-3-Studie MATTERHORN analysierte die Hinzunahme eines Checkpoint-Inhibitors zur peri-operativen Chemotherapie bei resektablem Magen- und Adenokarzinom des gastroösophagealen Übergangs. Die finalen OS- und EFS-Ergebnisse wurden nun auf dem ESMO vorgestellt und zeigen signifikante Verbesserungen durch die Immuntherapie.
Nach längerem Follow-Up wurden auf dem Europäischen Krebskongress neue Daten der FORTITUDE-101-Studie vorgestellt. Ein FGFR2b-Antikörper in Kombination mit Chemotherapie verlängerte das Überleben in einer ersten Analyse signifikant, dieser Effekt schwächte sich nach längerer Beobachtung allerdings ab.
Aktuelle Ergebnisse der Studien monarchE und NATALEE bestätigen die Wirksamkeit von adjuvanten CDK4/6-Inhibitoren bei Patient*innen mit HR+/HER2- frühem Brustkrebsund hohem sowie intermediärem Rezidivrisiko. Die Vorteile beim invasivenkrankheitsfreien Überleben blieben nach längerem Follow-up bestehen. In monarchE wurde sogar ein signifikanter OS-Benefit beobachtet.
Fachberatung: Prof. Dr. Diana Lüftner (Buckow/Rüdersdorf)
Aktuelle Ergebnisse von ASCENT-03 und TROPION-Breast02– ESMO Congress 2025
Mit Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten könnte sich ein neuer Standard für die Erstlinientherapie von triple-negativen Mammakarzinomen etablieren. In den Studien ASCENT-03 und TROPION-Breast02 erzielten gegen TROP2 gerichtete ADC bei Patient*innen mit zuvor unbehandeltem, fortgeschrittenem, triple-negativem Brustkrebs bessere Ergebnisse als eine Chemotherapie.
Fachberatung: Prof. Dr. Diana Lüftner (Buckow/Rüdersdorf)
Ergebnisse von DESTINY-Breast11 und DESTINY-Breast05 – ESMO Congress 2025
In den Studien DESTINY-Breast11 und DESTINY-Breast05 wird die Wirksamkeit von Trastuzumab-Deruxtecan in der neoadjuvanten bzw. post-neoadjuvanten Situation des HER2+ Mammakarzinoms geprüft. Aktuelle Daten, die auf dem ESMO Congress präsentiert wurden, deuten auf eine überlegene Wirksamkeit der Substanz hin.
Fachberatung: Prof. Dr. Diana Lüftner (Buckow/Rüdersdorf)
Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie
Beim ESMO Kongress handelt es sich um den größten europäischen indikationsübergreifenden Krebskongress, der von der European Society for Medical Oncology (ESMO) jährlich im Herbst ausgetragen wird. Der ESMO-Kongress gewinnt jährlich an Bedeutung, auch über Europas Grenzen hinaus.